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Feuer Groß - Brandbekämpfungszug II

Hanstedts Dorfkrug brennt

 

Ein Großbrand hat in der Nacht zu Dienstag den leer stehenden „Dorfkrug“, ein Traditionslokal mitten im Hanstedter Ortskern vollständig zerstört. 16 Feuerehren waren stundenlang im Einsatz, um den Brand zu löschen und erfolgreich ein Übergreifen auf umstehende Gebäude zu verhindern. 160 Feuerwehrleute waren im Einsatz, sie konnten ein Niederbrennen des Gebäudes nicht verhindern. Um 01.56 Uhr war die Feuerwehr Hanstedt durch die Winsener Rettungsleitstelle zu dem Brand des Gebäudes alarmiert worden. Die anrückenden Kräfte mussten nicht lange nach dem Einsatzort fragen, ein weithin sichtbarer Feuerschein wies ihnen und auch nachrückenden Kräften den Weg. Die ersten Einsatzkräfte aus Hanstedt ließen die Alarmstufe sofort erhöhen, umgehend wurden weitere Feuerwehren aus Asendorf, Nindorf, Ollsen, Dierkshausen, Brackel, Quarrendorf sowie Drehleitern der Feuerwehren aus Buchholz und Meckelfeld nachgefordert. Auch der zweite Zug Brandbekämpfung der Kreisfeuerwehr, bestehend aus den Feuerwehren Tostedt, Handeloh, Welle, Wenzendorf und Wesel wurde zur Einatzstelle beordert. Mit einem massiven Löschangriff wurde versucht, das im Vollbrand stehende, 1600 Quadratmeter große Gebäude zu löschen. Starker Funkenflug bedrohte umliegende Gebäude, hier wurde von den Feuerwehrleuten erfolgreich eine Riegelstellung mit mehreren Strahlrohren aufgebaut und so ein Übergreifen des Brandes verhindert. Aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung direkt um das Brandobjekt herum mussten 20 Feuerwehrleute bei der Brandbekämpfung unter umluftunabhängigen Atemschutz eingesetzt werden. Für die Eigensicherung der im Einatzbefindlichen Kräfte wurde ein Rettungswagen des DRK angefordert, dieser wurde glücklicherweise nicht benötigt. Zur besseren Koordination der eingesetzten Kräfte wurde der Einsatzleitwagen des Landkreises, stationiert in Ashausen nachgefordert, auch die Feuerwehr Schierhorn kam zum Einsatz.

 

Unter der Einsatzleitung von Kreisbrandmeister Dieter Reymers, Heide-Abschnittsleiter Sven Wolkau sowie Gemeindebrandmeister Klaus Stöckmann gelang es den eingesetzten Kräften, das Feuer nach gut zwei Stunden vollständig unter Kontrolle zu bringen. In Spitzenzeiten setzten die Kräfte hierzu sieben B- und fünf C-Strahlrohre sowie zwei Wenderohre über die beiden Drehleitern ein.

 

Für die Brandbekämpfung musste von der Feuerwehr eine umfassenden Wasserversorgung aufgebaut werden, sogar von einem weiter entferntenkleinen Fluss wurde das Löschwasser heran gefördert. Bis in die Morgenstunden waren die Wehren mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt, erst dann konnten nach und nach die nachgeforderten Feuerwehren aus dem Einsatz heraus gelöst werden.

 

Die Hanstedter Feuerwehr war bis in die Mittagsstunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Dankesworte gingen an die Bevölkerung, die noch in der Nacht die Kräfte mit heißen Getränken versorgte.

 

Durch den Brand, bei dem glücklicherweise niemand zu Schaden kam, entstand ein von Polizeibeamten vor Ort geschätzter Sachschaden von gut 750.000 Euro. Die Brandursache ist noch unbekannt, die Brandstelle wurde noch vor Ort beschlagnahmt und die spezielle Ermittlungsgruppe der Polizei nahm die Ermittlungsarbeiten auf.