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Bezirkswettbewerb in Lüchow-Dannenberg

Das monatelange Üben der jungen Brandschützer für den Bundeswettbewerb hat sich ausgezahlt, denn sie sind die Besten ihres Landkreises und konnten sich nun beim Bezirksentscheid der Jugendfeuerwehren im Feuerwehrbezirk Lüneburg mit den anderen Leistungsträgern messen.

Ein mit Hindernissen gespickter sogenannter dreiteiliger Löschangriff, bei dem innerhalb von sechs Minuten drei C-Strahlrohre vorgenommen werden und dabei ein Wassergraben, eine Leiterwand wie auch Hürde überwunden werden muss, bildet den A-Teil im bundeseinheitlichen Wettstreit.
Hat man diesen fehlerfrei gemeistert, wird es beim Anlegen von Knoten und Stichen noch einmal kritisch. Denn nach dem Befehl „Angriffstrupp und Wassertrupp: Knoten und Stiche anlegen!“ rennt der Gruppenführer durch einen Kriechtunnel hindurch, während die beiden genannten Trupps vier verschiedene Knoten und Stiche anlegen müssen.
Hier vergehen meist weniger als 10 Sekunden ehe die Übung als beendet gemeldet wird.

Sportlich wird es dann im B-Teil, einem 400m Staffellauf, der ebenfalls mit Hindernissen angereichert, einiges an Konzentration und Geschicklichkeit abverlangt, ehe der Zielläufer nach möglichst unter zwei Minuten das Ziel erreicht. Doch ehe der Läufer neun das Ziel passiert, haben er, wie auch fünf weitere Mitläufer ihre Sonderaufgaben gemeistert.
So gilt es unter anderem einen 15 Meter langen C-Schlauch schnell aufzurollen, ein Laufbrett zu überqueren oder auch einen Leinenbeutel zielsicher durch zwei Markierungen hindurch zu werfen. Das ist alles andere als leicht, denn die Anspannung kann schon so manchen Fehler provozieren.

Für die Jugend- und Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Elbtalaue wie auch den Funktionern der Kreis-Jugendfeuerwehr Lüchow-Dannenberg war es ein arbeitsreiches Wochenende, dem sie sich erfolgreich gestellt haben. Sie organisierten ein spannendes und gleichwohl abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Ein bunter Abend mit Lifemusik lokaler Newcomerbands läutete den Samstagabend ein, nachdem die 58 angereisten Jugendgruppen aus 12 Landkreisen sich in ihre Zelte einquartiert und ihr freies Training absolviert hatten.

Das Schulzentrum in Dannenberg war ein idealer Veranstaltungsort, bei dem Vorführungen der Ortsfeuerwehr gezeigt wurden, aber auch Platz für die Präsentationen des Brandschutzmobils der VGH wie auch das Infomobil der Bundeswehr bot.
Ein Flohmarkt für Jedermann war gut besucht und animierte zahlreiche Zivilisten, sich ein Bild von der Leistungsfähigkeit des Feuerwehrnachwuchses zu machen.
Die für Feuerwehrkreise bekannt gute Verpflegung wurde rege angenommen und so dürfte manche Küche daheim kalt geblieben sein.

Nach fünf Stunden endete am Sonntag dann der stramm organisierte Wettbewerb, ein Zeitfenster, dass nicht nur von den Jugendlichen und ihren Betreuern, sondern auch von den zahlreichen Wertungsrichtern einiges abverlangt hatte.

Nach einer kurzen Mittagspause, die die gut 700 Teilnehmer vorwiegend zum Abbau ihrer Zelte nutzten, versammelten sich alle Mannschaften zum gemeinsamen Aufbruch zum nahegelegenen Marktplatz. Dort angekommen stieg die Nervosität und Aufregung teils sichtlich an und alle lauschten den bewusst kurz gehaltenen Grußworten der Repräsentanten aus Rat, Verwaltung und Feuerwehr.

Bezirks-Jugendfeuerwehrwart Thomas Herold dankte dem ausrichtenden Landkreis und seinen vielen Helfern und überließ seinem neuen Fachbereichsleiter Wettbewerbe Christian Neuber die ehrenvolle Aufgabe, die Sieger des diesjährigen Bezirksentscheides bekannt zu geben.

1.) Laßrönne (WL, 1436,00)
2.) Uphusen Blau (VER, 1422,00)
3.) Wesel 1 (WL, 1414,00)
4.) Barrien 2 (DH, 1414,00)
5.) Uphusen Gelb (VER, 1413,00)
6.) Achim (VER, 1411,00)
7.) Marklendorf (SFA, 1410,00)
8.) Wesel 2 (WL, 1409,71)
9.) Woltersdorf (DAN, 1409,00)
9.) Zeetze (LG, 1409,00)
11.) Jardinghausen (DH, 1408,00)
12.) Gessel-Leerßen (DH, 1405,00)
13.) Jameln (DAN, 1405,00)
14.) Barrien 1 (DH, 1403,00)
15.) Metzingen (DAN, 1402,00)

Diese 15 Gruppen werden nun den Feuerwehrbezirk Lüneburg beim Landesentscheid vom 13. bis 15.Juli in Osterode vertreten, bei dem sich zwei Gruppen für den Bundesentscheid qualifizieren können.

Von Enttäuschung war aber bei den nicht qualifizierten Gruppen keine Spur, schließlich können sie sich zu den erfolgreichsten Gruppen des Bezirkes Lüneburg zählen und werden sich sicher noch lange an dieses Wochenende zurückerinnern.

Für die qualifizierten Gruppen stehen nun noch zwei weitere übungsreiche Wochen bevor, ehe sie und auch die anderen Jugendfeuerwehren sich dann den Sommerferien und den vielen Orts beginnenden Zeltlagern widmen können.