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Atemschutz-Notfall-Trainierte-Staffel (A.N.T.S.)

Die Freiwillige Feuerwehr Handeloh wurde von der Gemeindewehrführung ausgewählt, eine Atemschutz-Notfall-Trainierte-Staffel (A.N.T.S.) in der Samtgemeinde Tostedt zu etablieren. Diese Sondereinheit ist sowohl in der Samtgemeinde Tostedt als auch im Landkreis Harburg einmalig.

 

Bei jedem Brandeinsatz, in denen Feuerwehrangehörige mit Atemschutzgeräten zur Brandbekämpfung in Gebäuden eingesetzt werden, ist es vorgeschrieben, dass ein sog. Sicherheitstrupp, bestehend aus mindestens zwei Feuerwehrangehörigen, bereitstehen muss.
Dieser Sicherheitstrupp ist nach dem gleichen Standard wie der sich im Gebäude befindliche Trupp ausgerüstet. Kommt es zu einem Atemschutz-Notfall, kann sich der Trupp aus eigener Kraft meist nicht aus diesem Umstand befreien, sodass hier das Eingreifen des Sicherheitstrupps erforderlich wird. Bei Bränden in Gebäuden oder Objekten von größerem Ausmaß, wie Supermärkten, Pflegeheimen oder Groß-Betrieben ergibt sich, bedingt durch deren Bauart, ein höheres Risiko für den eingesetzten sowie den Sicherheitstrupp. Die objektspezifischen Anmarschwege und eventuellen Geschosswechsel stellen nicht nur eine extreme körperliche Belastung dar, sondern da im Regelfall Kameraden aus der eigenen Feuerwehr zu retten sind, auch eine emotionale und psychisch starke Belastung. Eine Rettung eines verunfallten Atemschutzgeräteträgers kann durch einen Sicherheitstrupp daher nur unter enormer Eigengefährdung durchgeführt werden. Die Gemeindewehrführung, um den Gemeindebrandmeister Sven Bauer, entschied daher, eine Atemschutz-Notfall-Trainierte-Staffel in der Samtgemeinde Tostedt zu etablieren.

 

Die A.N.T.S. wird bei Bränden in Gebäuden und Objekten von größerem Ausmaß, wie Supermärkten, Pflegeheimen oder Groß-Betrieben in der Samtgemeinde Tostedt hinzu alarmiert.

 

Die A.N.T.S. besteht aus insgesamt sechs Personen. Neben dem Einheitsführer und dem Fahrer des Löschgruppenfahrzeuges, werden die restlichen vier Personen die eigentliche Rettung vornehmen. Ausgerüstet mit u. a. einer Wärmebildkamera, einer Schleifkorbtrage und einer Atemschutznotfalltasche mit einer zusätzlichen Atemluftflasche kann die Staffel die verunglückten Kameradinnen oder Kameraden zügig finden, eine neue Atemluftversorgung herstellen und diese aus der Gefahrenzone retten und in Sicherheit bringen. Weiterhin wurde die A.N.T.S. mit zusätzlichen Atemschutzgeräten mit denen die doppelte Menge an Atemluft mit sich getragen werden kann, ausgestattet.

 

Der intensiven Ausbildungszeit, über mehrere Monate hinweg, folgte die offizielle Indienststellung zum 01.02.2018.

 

 

A.N.T.S. - Dienst, 27.01.2018